WILLY KNOOP

(1888 - 1966)

EIN MALER DER MODERNE
 
Biografie
 
07.03.1888 geboren in Lütjenburg, als Sohn eines Maurers besucht er die Schule vor Ort und macht
danach eine Schreiberlehre im Bürgermeisteramt.
1922 Mitglied der Künstlergruppe „Die Barke“ in Ostfriesland
1928 Übersiedlung nach Hamburg, wohnt im Ohlendorfhaus - einen Stiftung des Hamburger Staates
Bekanntschaft mit Karl Kluth, Arnold Fiedler, Eduard Hopf, Fritz Kronenberg, Fritz Flinte u. a.
Aus seiner Hamburger Zeit von 1930 bis 1938 ist seine Verbindung zur Hamburger Sezession hervorzuheben. Zahlreiche Kontakte zu Hamburger Künstlern und Sammlern! Malt im Auftrag des Hamburger Staates Wandbilder in der "Seehafenschule".
Vorherrschende Motive seiner Malerei waren: Die Welt des Zirkus, Varieteszenen, Menschen in Nordischer Landschaft, zahlreiche Selbstbildnisse und Stillleben- kraftvoll, eigenwillig, farbenfroh und oft rätselhaften Inhalts.
1937 Von den damaligen Machthabern (Nazis) aus der Liste der bildenden Künstler gestrichen, als entartet verfemt und in Deutschland wie Österreich mit Ausstellungsverbot belegt.
1937 Geht er zusammen mit seiner Schülerin Margret Schellbach, Malerin und Kunstgewerblerin, die er später heiratet, mit bescheidenen Mitteln nach Serbien. Dort malt er, bis die Vorwehen des Krieges ihn nach Wien verschlagen. Hier wird er im Kriege Postfacharbeiter und arbeitet sich schnell in eine leitende Stellung herauf. Danach lässt er sich beurlauben. Um zu malen.
1944 Wird in Graz eine erste Ausstellung organisiert. Obwohl bereits am zweiten Tag die Gestapo die Galerie dicht macht, hat er ein halbes Dutzend Bilder verkauft.
1945 Verbrennen in Gloggnitz (Österreich) fast alle Arbeiten von ihm und seiner Frau Margret nach dem Einmarsch der Russen.
1946 Rückkehr nach Lütjenburg
1948 Ausstellung zum 60. Geburtstag in Hamburg bei Gottfried Sello
1949 Willy Knoop ist einer der ersten Deutschen, der nach dem 2. Weltkrieg in London, Manchester und Edingburgh ausstellen darf.
1950 Bekanntschaft mit Hanna Bekker vom Rath - Ausstellung im Frankfurter Kunstkabinett am Börsenplatz
er kommt der bitte nach, die Dreharbeiten an dem Film "Die Sünderin" (Hildegard Kneef) mit eigenen Bildern und Malerrequisiten zu unterstützen
Bericht im Spiegel/ Ausgabe 34 - siehe Pressebericht (Artikel s.u.)
1954 zieht Knoop nach Büsum; zahlreiche Auslandaufenthalte (u. a. London)
1956 Nachfolger von Cesar Klein, als Ehrenvorsitzender des Berufsverbandes Bildender Künstler in Schleswig-Holstein
1960 Verleihung der Ehrenbürgerwürde durch die Stadt Lütjenburg (Artikel s.u.)
1963/65 kehrt Willy Knoop nach Hamburg (Wellingsbüttel) zurück und malt eine Reihe viel beachteter großformatiger Hafenbilder, auch von der Themse mit der Stadtsilhouette von London.
1966 Willy Knopp wird im Alter von 78 Jahren aus seiner Schaffenszeit gerissen und verstirbt am
16. März 1966 in Hamburg, findet aber seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof in seiner Geburtsstadt Lütjenburg.
2009 Willy Knoop in: Die Kunstsammlung des Kieler Stadtklosters - Werke aus fünf Jahrhunderten
2010 Einzelausstellung in der Förde Sparkasse Lütjenburg
2011 Teilnahme an einer Gruppenausstellung in der "Galerie 2ter Blick" in Lütjenburg
2012 Gruppenausstellung "Progressive Kunst in Schleswig-Holstein" in der Förde Sparkasse Lütjenburg
   
2013 Einzelausstellung zum 125. Geburtstag im Rathaus Lütjenburg
   
2017 Willy Knoop und die Hamburgische Sezession im Künstlermuseum Heikendorf
 
Öffentliche Sammlungen:
 
Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum - Schloß Gottorf
 
Kunsthalle Kiel
 
Stadtgalerie Kiel
 
Stiftung-Kieler-Stadtkloster
 
Zahlreiche private Sammlungen
 
Austellung in der Förde Sparkasse Lütjenburg
 
 
Literatur Hinweise:
 
Uwe Haupenthal, Kleine Experimente S. 90 u. 252 /2008
 
Joachim Kruse, Erinnerung an Willy Knoop, 1967
 
Karl Rickers, Willy Knoop- Ausstellung zum 70. Geburtstag
 
Martin Urban, Aquarelle und Ölbilder von Willy Knoop, 1958
 
 
Zeitungsartikel:
 
2010 Gedächtnis-Ausstellung in der Förde Sparkasse
 
Willy Knoop wird 70 Jahre alt!
 
Willy Knoop wird Ehrenbürger von Lütjenburg!
 
zum 100. Geburtstag von Willy Knoop
 
Erinnerung an Willy Knoop
 
"DER Spiegel" Ausgabe 34/1950
 
 
Zum Öffnen der Zeitungsartikel und vergrößern der Bilder, bitte draufklicken!
 
 
 
 
 
 
Ausschließlich Getreide aus biologischer Landwirtschaft
 
 
Ausschließlich Getreide aus biologischer Landwirtschaft
 
Willy Knoop im
Der Spiegel 34/1950
 
 
Weitere Information über Willy Knoop bekommen Sie unter info@willy-knoop.de